Aktuell

Rauschenberg: Mit Nahwärme gegen den Leerstand

Reportage im HR-Fernsehen in der Hessenschau vom 08.03.2021

und

Hörfunk Beitrag von hr iNFO zur Serie: "Geht doch! Wie Hessens Kommunen Probleme lösen" vom 08.03.2021.

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KoWahl21 Geht doch Borchers Rauschenberg[...]
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Holzhackschnitzelheizwerk der Nahwärme Genossenschaft in der Albshäusertorstraße

Klimaschutz durch ökologische Energiequellen in Rauschenberg

Weitere Anschlüsse am Nahwärmenetz sind noch möglich

Zwei wichtige Hauptziele verfolgen die Mitglieder der noch jungen Nahwärmegenossenschaft in Rauschenberg. Zum einen ist es der Schutz des Klimas durch Nutzung der Abwärme der Biogasanlage „Fiddemühle“ und die Nutzung von Hackschnitzeln aus Wäldern der Region in dem Heizwerk in der Albshäusertorstraße.  Zum anderen ist es der Wunsch, langfristig diesen ökologischen Energieträger kostengünstig anbieten zu können und den Bewohnern in Rauschenberg eine wirtschaftlich und ökologisch sinnvolle Alternative zu anderen Brennstoffarten zu geben.

 

Für viele Hauseigentümer kann sich der Wechsel von fossilen Brennstoffen zur Nahwärme durchaus lohnen, denn unter bestimmten Voraussetzungen besteht für Öl- und Gasheizungen, die älter als 30 Jahre alt sind, gemäß der Energieeinsparverordnung, eine Austauschpflicht. Aktuell werden immer noch die Zuleitungen zu den jeweiligen Häusern und die dort zu installierenden Hausübergabestationen gefördert. Die ab 2021 fällige co2 Abgabe auf fossile Energieträger soll zudem die Attraktivität nachwachsender Rohstoffe fördern.

 

Darüber hinaus können Hauseigentümer bei energetischen Sanierungen ihrer Häuser höhere Fördermittel in Anspruch nehmen, wenn sie an das Nahwärmenetz angeschlossen sind.  Da der Primärenergiefaktor bei Bezug von Nahwärme 0,0 beträgt kann dies neben der ökologischen Sinnhaftigkeit auch wirtschaftlich sehr attraktiv sein.

Verschiedene Förderprogramme u.a. der KfW (z.B. Programm 151) können hier in Anspruch genommen werden. Für Genossenschaftsmitglieder bietet die Genossenschaft eine Erstberatung an.

Aktuell werden in Rauschenberg mehrere Häuser von neuen Mitgliedern der Nahwärme Genossenschaft in der Berliner Straße, der Posener Straße und Auf dem Flur an das Nahwärmenetz angeschlossen. Weitere Interessenten können sich noch nach der derzeitigen Heizperiode anschließen lassen.

Interessenten können Informationen auf unserer Homepage www.nw-r.de nachlesen und einen Gesprächstermin per e-mail (info@nw-r.de) erfragen.

Leitungsführungen innerhalb des Holzhackschnitzelheizwerks

Nahwärme Rauschenberg

200. Anschluss - 625.000 Liter Heizöl eingespart

 

Mit 200 ins Ziel, das war bei Beginn des zweiten Bauabschnittes die Zielvorstellung unserer Bürgerenergiegenossenschaft Nahwärme Rauschenberg eG. Diese Etappe ist geschafft. 200 Objekte sind nun an das Nahwärmenetz angeschlossen. Der Bauhof der Stadt Rauschenberg ist der zweihundertste Wärmeabnehmer! Bürgermeister Michael Emmerich ist froh darüber, dass nun auch der Bauhof an das Nahewärmenetz angeschlossen wurde: „Dadurch haben wir eine 30 Jahre alte Heizungsanlage optimal ersetzen können und versorgen alle acht städtischen Objekte mit Wärme aus erneuerbaren Energien“.

 

Dieter Bartelmeß, Aufsichtsratsvorsitzender der Nahwärme Rauschenberg eG, übergab dem Bürgermeister zu diesem Anlass als kleine Anerkennung für die Vorreiterrolle der Stadt beim Thema  Nahwärme einen Einkaufsgutschein über 100 Euro. Die Einlösung des Gutscheins bei einer hiesigen Metzgerei übernehmen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bauhofs.

 

Bis zum Jahreswechsel 2019 /2020 wurden 170 Wohngebäude mit klimafreundlicher Nahwärme beliefert. In Rauschenberg Kernstadt gibt es ca. 540 Wohngebäude. Über 30 % aller Wohngebäude beziehen nun Wärme aus dem Netz. Außerdem sind in 2019 13 Gewerbeobjekte und 17 Institutionen mit regenerativ erzeugter Nahwärme versorgt worden. Hierzu zählen kreiseigene Einrichtungen wie die Grundschule und die Sporthalle, und mit dem Bauhof nun alle städtischen Bauten.

 

In 2019 haben die Genossen der Nahwärme die stattliche Menge von über fünf Millionen kWh Wärme abgenommen. Nachdem die Nahwärme vor allem ältere, wenig effiziente Ölbrenner mit einem niedrigen Wirkungsgrad von z. B. nur 80% ersetzt hat, wären für die Bereitstellung von fünf Millionen kWh Wärme  ca. 625.000 Liter Heizöl benötigt worden. Insgesamt hat die Nahwärme in 2019 mehr als 500.000 € Umsatz erzielt, 500.000 €, die aus der Region kommen und zu einem erheblichen Anteil auch in der Region verbleiben!

 

Für die Genossen ist besonders bemerkenswert, dass der Wärmepreis bereits im fünften Jahr in Folge stabil bleibt. Preisstabilität bedeutet Planungssicherheit. Die Preise sind konkurrenzfähig. Sofern der Preis realistisch berechnet wird, verursacht eine klassische Ölheizung höhere jährliche Kosten als Heizen mit Wärme von der Nahwärme-Genossenschaft. Berücksichtigt man den Literpreis, den Wirkungsgrad des Kessels, die Wartungskosten und die erforderlichen Rücklagen, die für eine Neuanschaffung der hauseigenen Heizanlage jährlich gebildet werden müssen, wird der mit Öl beheizte Vergleichshaushalt  mit höheren Heizkosten belastet. Wir sehen die Zukunft in der Nahwärme, zumal die politisch Verantwortlichen klar das Ende der fossilen Brennstoffe anstreben. Wir freuen uns deshalb, mit allen Interessierten und weiteren Anschlusswilligen das Gespräch aufzunehmen.

 

Dr. Reinhold Siede, Nahwärme Rauschenberg

Foto: v.l: Heiko Knöppel, Leiter Bauhof, Dieter Bartelmeß, Aufsichtsratsvorsitzender Nahwärme Rauschenberg und Bürgermeister Michael Emmerich vor der Hausübergabestation der Nahwärme Genossenschaft im Bauhof.

Film der VR Bank über das Förderprojekt Nahwärme Rauschenberg

Pfarrhaus und Rathaus an das Nahwärmenetz angeschlossen - Konsequentes Votum für regenerative Energien aus der Region

Foto: Pfarrer Noll vor dem Pfarrhaus, das nun mit Nahwärme versorgt wird.

 

 

(12.11.2019) Der Schutz des Klimas ist eine Aufgabe die uns alle beschäftigt und an der wir uns alle aktiv beteiligen können. Inzwischen sind 190 Häuser in Rauschenberg an das Netz der Nahwärme Genossenschaft Rauschenberg angeschlossen und werden fast klimaneutral beheizt.

Klimaschutz ist auch der Stadt Rauschenberg und der evangelischen Kirche ein wichtiges Anliegen. Die Landeskirche hat konkrete CO2 Reduktionsziele in Übereinstimmung mit den globalen Leitlinien der UN Klimakonferenzen formuliert. Bereits in 2008 empfahl die Synode der EKD, bis 2015 die kirchlich verursachten Treibhausgasemissionen um 25% bezogen auf das Referenzjahr 2005 zu verringern.

 

Auch der Stadt Rauschenberg ist eine nachhaltige regionale Wärmeversorgung sehr wichtig. Sie war im Jahr 2014 Initiator der ersten Planungen und Machbarkeitsstudien für das heutige Nahwärmenetz. Ganz konsequent zählen neben einer Vielzahl von Privathaushalten insbesondere die Stadt Rauschenberg und die evangelische Kirchengemeinde zu den Vorreitern in Sachen Nahwärme. Zur großen Freude der Nahwärmegenossenschaft sind seit Anfang des Monats November das Rathaus und das Pfarrhaus am Netz. Damit werden nun alle städtischen Immobilien sowie das Haus der Begegnung und das Pfarrhaus mit klimaneutraler Wärme versorgt.

 

Bereits seit mehreren Jahren werden die Grundschule und die Schulsporthalle als Liegenschaften des Landkreises ebenfalls mit regenerativen Energien aus der Region versorgt.

Wir freuen uns über alle, die gemeinsam mit uns das Zukunftsprojekt „Nahwärme“ in Rauschenberg weiterentwickeln und wünschen uns noch viele gemeinsame Schritte auf diesem Weg!

 

Jürgen Damm und Reinhold Siede im Namen der Nahwärme Rauschenberg eG

 

 

Es ist angeheizt: Heizwerk in Betrieb genommen

Foto: Das Team vom Heizwerk: links Herr Schempp, rechts Herr Mönnig und in der Mitte das Herz des Heizwerks, Herr Schmerberg. Mit im Team, aber nicht auf dem Bild sind die Herren Friedhelm Klein und Wolfgang Wende.  

 

Anfang Oktober hat die Nahwärmegenossenschaft Rauschenberg das Heizwerk in der Albshäusertorstraße in Betrieb genommen. Das Heizwerk neben dem Festplatz wird mit Holzhackschnitzeln betrieben, die aus Forsten der Region stammen. Ein Betrieb in Stadtallendorf häckselt das Holz und liefert die Hackschnitzel in die Vorratsbehälter des Heizwerks. Regionalität ist der Nahwärmegenossenschaft wichtig, zumal die Wertschöpfung in der Kommune bleibt. 

 

 

Die Biogasanlage an der Fiddemühle und das Hackschnitzelheizwerk decken ab jetzt mit nachwachsenden Rohstoffen den Wärmebedarf eines Großteils der Bevölkerung Rauschenbergs. Nur an sehr kalten Tagen wird der ölbefeuerte Spitzenlastkessel neben der Kratz’schen Scheune zugeschaltet werden.

Ein Team versierter Fachleute, die sich um den Betrieb des Heizwerks kümmern werden, wurde am 14.10.19 durch die Herstellerfirma der Kessel in die Technik eingewiesen. Die Nahwärme ist gut auf die kalte Jahreszeit vorbereitet. Der Winter kann kommen.

 

Jürgen Damm und Reinhold Siede

Nahwärme-Netzplan 2. Bauabschnitt

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Mit dem Ausbau unseres Rohrleitungsnetzes in der Rauschenberger Altstadt und in Richtung Schwabendorf können sich nun weitere Bürgerinnen und Bürger an unsere Nahwärme anschliessen. Weitere Informationen finden Sie in unserem aktuellen Flyer. 

 

 

 

Infoblatt Nahwärme
Flyer_Nahwaerme.pdf
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Albshäusertorstraße 28
35282 Rauschenberg

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