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Arttikel Oberhessische Presse vom 23.03.2015

 

Einkaufs-Genossenschaft

„Meilenstein gemeinsamen Handelns“

 

Sechs Genossenschaften der Region sowie die Stadtwerke Wetter verbinden sich zur Genossenschaft „Bioenergieservice Marburger Land“. Jetzt ratifizierten die Mitglieder die neue Satzung.

 

Der Vorstand der Genossenschaft „Bioenergieservice Marburger Land“: Hans Jochen Henkel (von links), Helmut Schmid, Helmut Jung, André Glaubitz und Markus Rhiel.

Der Vorstand der Genossenschaft „Bioenergieservice Marburger Land“: Hans Jochen Henkel (von links), Helmut Schmid, Helmut Jung, André Glaubitz und Markus Rhiel.

                                                                                                                                © Ina Tannert

 

Fronhausen. „Wir sind heute hier, um einen Meilenstein des gemeinsamen Handelns auf den Weg zu bringen“, begrüßte am Mittwoch das neue Vorstandsmitglied Helmut Jung euphorisch die Teilnehmer der Gründungsversammlung der Genossenschaft „Bioenergieservice Marburger Land“ im Bürgerhaus Fronhausen. In Zukunft übernimmt der Verband im Namen aller sieben Mitglieder die Versorgung und Rohstoffbeschaffung der Bioenergieanlagen und führt Verhandlungen mit Geschäftspartnern.

 

Im Bereich Bioenergie sei die Region lobenswert gut aufgestellt, habe mit die größte Dichte an Bioenergiedörfern, betonte Jung. „Ich bin froh, dass der Landkreis hiermit angeben kann“, lobte auch Landrätin Kirsten Fründt (SPD). Die Verwaltung wisse, dass die Genossen als „alte, erfahrene Hasen“ mit bislang acht aktiven Bioenergiedörfern den Weg zum energieautarken Landkreis erfolgreich unterstützen können, so Fründt.

 

Mitglied der neuen Genossenschaft mit Sitz in Wetter wurden die Genossenschaften Bioenergiedorf Oberrosphe, Nahwärme Rauschenberg, Nahwärme Initiative Mardorf, Nahwärmenetz Erksdorf, Bioenergiegenossenschaft Fronhausen, Energiegenossenschaft Erfurtshausen und die Stadtwerke Wetter.

 

Während der Gründungsversammlung unterzeichneten Vertreter aller sieben Mitglieder die im Vorfeld erörterte Satzung.

 

Genossen als Vermittler

 

Ziel des Verbandes ist die Förderung des Erwerbs und der wirtschaftlichen Vorteile der Mitglieder. In Zukunft wird sich der Verband um die Beschaffung der Rohstoffe für die verschiedenen Bioenergie-Anlagen kümmern, um diese wirtschaftlich erfolgreicher verwalten zu können, erklärte Kai-Uwe Spanka, Bürgermeister von Wetter.

 

Die Genossenschaft bestimmt den Ein- und Verkauf sowie die Vermittlung von Energieträgern und kann Zweigniederlassungen errichten. Neben der Asche- und Reststoffentsorgung der Anlagen wird ein Schwerpunkt in der Berechnung des Gesamtbedarfs und Beschaffung der benötigten Holzhackschnitzel für alle Mitglieder bestehen. Zu diesem Zweck führt die Bioenergieservice Marburger Land eG quasi als „Vermittler“ Verhandlungen mit Geschäftspartnern, Forstbetrieben und Händlern und schließt gegen Gebühr einheitliche Verträge für alle Mitglieds-Genossenschaften ab, erläuterte Jung.

 

In den Vorstand wählte die Generalversammlung Helmut Schmid, Helmut Jung und André Glaubitz. Bevollmächtigter wurde Hans Jochen Henkel, als Revisor fungiert Markus Rhiel.

 

Als Kleinstgenossenschaft bis 20 Mitglieder besteht die Satzung des Verbandes lediglich aus den Mindestanforderungen des Genossenschaftsgesetzes, erläuterte Bernhard Brauner vom Genossenschaftsverband. Demnach reicht prinzipiell eine Person als Vorstand aus, ein Aufsichtsrat ist nicht vorgeschrieben. Der Bevollmächtigte übernimmt bestimmte Funktionen eines Aufsichtsrates und prüft gemeinsam mit dem Revisor den Jahresabschluss der Vereinigung.

 

Mitte April will der neue Vorstand erstmals künftige Pläne und Ziele erörtern und das weitere Vorgehen des Verbandes bestimmen.

 

von Astrid Schmidt

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