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Artikel Oberhessische Presse vom 16.06.2015

 

Nahwärme Rauschenberg erweitert Netz

Infoveranstaltung kommt noch im Juni

 

Die Arbeiten am Rauschenberger Nahwärmenetz kommen gut voran. Das berichteten Julia Wysk und Helmut Schmid im Gespräch mit dieser Zeitung.

 

Julia Wysk und Helmut Schmid präsentieren die neuen Schilder, die an den Stadteingängen auf die Aktivitäten der Nahwärmegenossenschaft Rauschenberg hinweisen.

                                                                                                                 Foto: Matthias Mayer

 

Rauschenberg. „Wir sind im Zeitplan. Derzeit arbeiten zwei Bautrupps in der Stadt“, erklärte Helmut Schmid, Vorstandsmitglied der Genossenschaft. Ein Bautrupp stehe Am Galgenberg bereits vor dem Abschluss der Arbeiten. Dort würden die ausgeschachteten Strecken für die Nahwärmeleitungen bereits wieder verfüllt.

Im so genannten „alten Neubaugebiet“ habe es einige Probleme gegeben. Davon sei insbe-sondere die obere Bahnhofstraße betroffen gewesen. Die dortigen Gegebenheiten hätten die Verlegung der Nahwärmeleitung zum Teil unter den Wasserleitungen hindurch erforderlich gemacht. „Jetzt kommen nur noch die ,guten‘ Straßen“, verbreitet Helmut Schmid Zuversicht.

 

In ein, zwei Wochen wird ein dritter Bautrupp in Rauschenberg die Arbeit aufnehmen, kündigte Helmut Schmid an. Dieser soll die fast zwei Kilometer lange Zuleitung von der Fiddemühle bis zur Rauschenberger Bebauungsgrenze verlegen. Mit den Arbeiten kann erst jetzt begonnen werden, weil zuvor ein naturschutzfachliches Gutachten den Nachweis bringen musste, dass keine Bodenbrüter durch die Bauarbeiten in der Wohra-Aue beein-trächtigt werden, wie Helmut Schmid berichtete. Die Biogasanlage der Fiddemühle wird ab dem Spätherbst die künftige Bioenergiestadt Rauschenberg mit Nahwärme versorgen.

 

Auch abseits des Baugeschehens hat sich inzwischen Wichtiges für den Bau des im ersten Bauabschnitt 10,5 Kilometer langen Nahwärmenetzes getan. Der Förderbescheid für den ersten Bauabschnitt liegt jetzt vor. Dieser trägt mit 3,3 Millionen Euro wesentlich zur Finanzierung des Vorhabens bei. Auch für den zweiten Baubschnitt hat sich laut Helmut Schmid etwas getan: Für den Bau des Holzhackschnitzel-Heizkessels auf dem Festplatz

liegt das Immissionsgutachten vor.

 

Den zweiten Bauabschnitt hat der Genossenschaftsvorstand ohnehin derzeit auf dem Schirm. Noch im Juni soll es eine Informationsveranstaltung für die Bürgerinnen und Bürger der oberen Altstadt geben, die sich für einen Genossenschaftsbeitrag in Höhe von 3500 Euro an das dann zu erweiternde Netz anschließen können. „Unser Ziel ist es, mit dem zweiten Bauabschnitt die ganze Kernstadt mit Nahwärme zu versorgen“, sagte Julia Wysk. Ob es so weit kommt, hängt von der Anschlussdichte ab, wie Helmut Schmid einschränkend feststellte.

 

Unterdessen informieren Schilder an den Rauschenberger Stadteingängen über die ungewöhnlichen Aktivitäten in der Stadt. Mit den Schildern verfolge die Genossenschaft zwei Ziele. Besucher sollten über etwaige Verkehrsbehinderungen infolge der Baustellen informiert werden. Außerdem wolle die Genossenschaft Bauwillige darauf hinweisen, dass es in Rauschenberg Bauplätze gewissermsaßen mit eingebauter Heizung gebe, sagte Julia Wysk.

 

von Matthias Mayer

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