Presse

Artikel Oberhessische Presse vom 31.07.2015

 

Nahwärme

Erstes Drittel des Netzes ist geschafft

 

Die Arbeiten am Nahwärmenetz der angehenden Bioenergiestadt Rauschenberg sind in vollem Gange. Derzeit informiert die Genossenschaft bereits über den geplanten zweiten Bauabschnitt.

 

Helmut Schmid (von links), Anne Gade-Linne, Eckhard Schmerberg, Axel Schmidt, Dieter Bartelmess und Architekt Philipp Bartelmess stehen an der Baustelle für das Maschinenhaus der Ölheizung an der Kratz‘schen Scheune.                                              Fotos: Michael Rinde

 

Rauschenberg. Gut ein Drittel der 10,4 Kilometer langen Strecke der Nahwärmeleitungen ist im Boden, schätzt Axel Schmidt vom Vorstand der Nahwärmegenossenschaft Rauschenberg. Für den Vorstand gab es in der vergangenen Woche einen guten Anlass für eine erste Zwischenbilanz. An der Kratz‘schen Scheune wird wieder gearbeitet.

Dort entstehen Fundamente und Bodenplatte für die Ölheizung, die zu Spitzenzeiten zusätzliche Wärme in das Rauschenberger Netz bringen wird.

 

Wie die OP berichtete, entsteht spätestens mit dem zweiten Bauabschnitt am Festplatz eine Holzhackschnitzel-Heizung für die „Mittellast“, sprich, sie springt ein, wenn der Wärmebedarf nicht alleine von der Biogasanlage der Familie Stracke an der Fiddemühle übernommen werden kann. „In der Übergangszeit werden wir die Ölheizung vielleicht etwas öfter zuschalten müssen“, sagt Axel Schmidt. Ab Mitte September soll im fertigen Maschinenhaus die Technik der Spitzenlast-Heizung eingebaut werden.

 

Für die Vorstände der Nahwärmegenossenschaft wie auch die Aufsichtsratsmitglieder gibt es derzeit viel zu tun. Regelmäßig sind sie auf der Baustelle, die sich derzeit auf die Albert-Schweitzer-Straße und Umgebung konzentriert. Als nächstes steht der obere Teil der Berliner Straße im Fokus, erläutert Dieter Bartelmess vom Aufsichtsrat. Etwa eine Woche vor Beginn von Bauarbeiten sollen Benachrichtigungen in den jeweiligen Straßen in die Briefkästen gesteckt werden.

 

Helmut Schmid lobt den großen Einsatz des natürlich ehrenamtlich arbeitenden Teams.

 

Beratungstermine für den zweiten Bauabschnitt

 

An jedem Mittwoch gibt es eine ausführliche Baubesprechung, in die alle eingebunden sind. Schmid lobt aber auch die Rauschenberger Bürger, die bisher von den Straßenarbeiten betroffen waren: „Sie waren bisher alle sehr kooperativ.“ Das bestätigt auch Rauschenbergs Bürgermeister Michael Emmerich. Es habe bisher keinerlei Beschwerden bei der Stadt wegen der Bauarbeiten gegeben.

 

Doch der Blick des Nahwärme-Genossenschaftsvorstandes richtet sich bereits auf den zweiten Bauabschnitt für das Netz. Erklärtes Ziel der Genossen ist es, „natürlich so weit wie möglich in die Altstadt Rauschenbergs hineinzukommen“, wie es Axel Schmidt formuliert.

Im Juni gab es eine erste Infoveranstaltung. Am Dienstag, 4. August, gibt es den ersten von mehreren Beratungsterminen in der Kratz‘schen Scheune. Weitere Beratungsangebote sind am 11. und am 25. August geplant. Sie beginnen jeweils um 18 Uhr. „Jeder, der sich beteiligt, ist ein Gewinn“, wirbt Schmidt um Interessenten. Wichtig wird wie bei allen Nahwärmenetzen, dass sich aus den jeweiligen Straßenzügen möglichst ausreichend Interessenten melden, damit sich der Anschluss wirtschaftlich rechnet. Davon hängt letztlich auch ab, wie groß der zweite Abschnitt insgesamt ausfällt.

 

Wer Interesse hat, beim zweiten Bauabschnitt dabei zu sein, erhält die gleichen Bedingungen wie die schon beigetretenen Genossen. Sie müssen 7 Anteile zu je 500 Euro zeichnen. Beim Wärmepreis wird es im zweiten Bauabschnitt keine Änderungen geben. Er berechnet sich auch dort nach Grundpreis, Wärmemenge und Durchfluss.

 

Nur die Art der Förderung werde sich für den Bau verändern, sagt Axel Schmidt, davon werden die künftig beitretenden Genossen aber nichts merken. In den ersten Abschnitt investiert die Nahwärmegenossenschaft rund 4,4 Millionen Euro.

 

Baubeginn, das hat der Vorstand der Stadt und dem Festausschuss bereits fest versprochen, wird aber definitiv erst nach der 750-Jahr-Feier sein.

 

Im ersten Netzabschnitt werden 167 Haushalte angeschlossen werden. Bis Ende des Jahres werden die ersten Haushalte am Netz sein, bisher stimmt der verabredete Zeitplan.

 

von Michael Rinde

Hier finden Sie uns

Nahwärme Rauschenberg eG.

Bahnhofstraße 10 a
35282 Rauschenberg

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Nahwärme Rauschenberg eG